Geschichte der Lebensversicherung


Bereits im alten Rom kennt die Geschichte eine frühe Form der Lebensversicherung. Sogenannte Beerdigungsvereine übernahmen damals die Bestattungskosten der jeweiligen Mitglieder, die Hinterbliebenen wurden so finanziell entlastet. In Frankreich wurden im 17. Jahrhundert sog. Leistungszusagen auf die Menschenleben vorgenommen. Die Tontinen betrieben bereits damals eine Form der Lebensversicherung, die der heutigen in großen Teilen ähnelt.

Auch in England wurde vorerst um Menschenleben gewettet, da es noch keine Möglichkeiten zur Berechnung der voraussichtlichen Lebensdauer etc. gab. Das änderte sich mit Edmond Halley, dem Erfinder der Versicherungs-Mathematik- ein Meilenstein in der Geschichte der Lebensversicherung. Die Berechnungs-Methoden kamen erstmals 1765 zur Anwendung, durch die in England gegründete Equitable Life Assurance.

Ab dem Jahre 1760 wurde ebenfalls begonnen, in den USA Lebensversicherungen zu verkaufen. Erst ab 1827 beginnt in Deutschland die Geschichte der Lebensversicherung, als die Gothaer Lebensversicherungsbank erstmals Lebensversicherungen verkauft. Der Gründer war Ernst-Wilhelm Arnoldi, er gilt als der Vater des deutschen Versicherungs-Wesens. Im Jahre 1892 führte Otto Gerstenberg die Lebensversicherung für Jedermann ein. Ohne allerdings auf die finanzielle und soziale Lage des Versicherten zu achten, was heute undenkbar wäre. Bis heute werden die Versicherungen stetig an Wirtschaft und Lebenswandel der Versicherten angepasst.

Private Vorsorge wird immer bedeutender, da dass gesetzliche Rentensystem in seiner bisherigen Form nicht mehr lange funktionieren wird. Durch die Vergreisung der Gesellschaft arbeiten immer weniger Menschen, d.h. immer weniger Beiträge werden gezahlt, von denen gleichzeitig eine wachsende Anzahl Rentner leben soll. Einige überlegen sogar, ihre Lebensversicherung zu verkaufen. Langfristig wird also jeder Bürger eine private Vorsorge benötigen, die Geschichte der Lebensversicherung wird sich radikal verändern.