Risiken

Was bleibt von der Lebensversicherung über?

Geld und StifteLange Zeit schien es so, als wäre die Lebensversicherung die ideale Versicherung, wenn es darum geht die finanziellen Risikos im Alter zu minimieren. Kein Wunder, schließlich wurden hohe Versicherungssummen festgesetzt und Versicherte haben gedacht, dass ihre Risiken dadurch abgedeckt sind. Zugegeben, für eine lange Zeit schien es auch so, als würden die finanziellen Probleme vieler Menschen im Alter so gelöst sein. Doch dann drehte sich der Wind.

Wie niedrig werden die Zinsen?

Denn die Zinsen begonnen zu sinken und sind mittlerweile auf einem sehr niedrigen Niveau. Erst 2015 wurde der Leitzins ein weiteres Mal gesenkt und bei der derzeitigen Geldpolitik der EZB ist es sehr schwer zu sagen, was in Zukunft mit den Zinsen der Lebensversicherungen passieren wird. Eines ist aber jetzt schon klar. Die Versicherten bekommen zunehmend Sorgenfalten, wenn sie an ihre Auszahlungssumme denken.

In einigen Fällen gibt es eine Differenz von bis zu 20 %. Wenn ein Versicherte also mit einer Auszahlungssumme von 180.000 Euro gerechnet hat, kann er im schlimmsten Fall nur 144000 Euro ausbezahlt bekommen. Hinzu kommen Kosten für die Inflation und wenn ein Versicherter dann noch Abgeltungssteuer bezahlen muss, bleibt viel weniger über, als was er sich wahrscheinlich erhofft hat. Das Beispiel zeigt, wie schlecht es umdie Lebensversicherungen derzeit steht.

Was sollten Versicherte in solchen Fällen machen?

Die niedrigen Auszahlungssummen haben vielen Menschen natürlich zum nachdenken gebracht. Sie fragen sich, ob es richtig war damals eine Lebensversicherung abzuschließen oder ob sie ein anderes Produkt hätten kaufen sollen. Viele Menschen fragen sich aber auch, ob es sich lohnt, wenn sie die Lebensversicherung nun kündigen. Um das herauszufinden, sollten sie sich bei einem unabhängigen Finanzberater informieren lassen. Dieser kann ihnen eine objektive Einschätzung geben.

Zinsen in der Lebensversicherung

zinsen_in_der_lebensversicherungDer Rechnungszins wird im Zusammenhang mit der Lebensversicherung oft erwähnt. Was ist das aber eigentlich ?

Es gibt in der Lebensversicherung verschiedene Kalkulationsgrundlagen. Neben den Sterbewahrscheinlichkeiten und verschiedenen individuellen Zuschlägen für gesundheitlichen Risiken spielt der Rechnungszins eine große Rolle für die Berechnung der Leistungen einer Lebensversicherung.

In Tests von Lebensversicherungen, aber auch im Vergleich von privaten Krankenversicherungen ist der insgesamt erwirtschaftete Zins eine gute Grundlage, um Versicherungsprodukte miteinander zu vergleichen. Der Rechnungszins in der Krankenversicherung beträgt aktuell 3,5 %, wurde jedoch von den meisten Krankenversicherern Ende 2012 bereits auf 2,75 % abgesenkt. In der Lebensversicherung beläuft sich dieser seit dem 01.01.2015 auf 1,25 %

Der Höchstrechnungszins, welcher oft auch als Garantiezins bezeichnet wird, wird vom Bundesfinanzministerium festgelegt, und bezeichnet den Zinssatz, den Versicherer maximal für Kalkulationen anwenden dürfen. Zum 01.01.2017 wird dieser auf 0,9 % festgelegt.

Der Rechnungszins ist Teil der Kalkulationsgrundlage, wenn es um die Berechnung von Ablaufleistungen geht. Die erwirtschafteten Gewinne einer Lebensversicherung oder Krankenversicherung setzen sich aus dem garantierten Teil, und dem darüber hinausgehenden Ertrag.

Anpassung von Zinssätzen

Sollte festgestellt werden, dass die bisher verwendeten Rechnungsgrundlagen nicht ausreichend sind, also der Versicherer zu wenig Geld erwirtschaftet hat, dann können die Rechnungsgrundlagen geändert werden. Allerdings gilt das nur für bestimmte Bereiche wie zum Beispiel Kostensätze. Eine Nachträgliche Änderung der Beiträge ist zumindest in der Lebensversicherung nicht zulässig, da die Beiträge im privatrechtlichen Vertrag garantiert sind.

In der privaten Krankenversicherung sind Beitragsanpassungen hingegen vorgeschrieben, wenn bestimmte Umstände eintreten. Steigen also die Kosten im Gesundheitswesen oder ändern sich andere Rechnungsgrundlagen wie z.B. die Sterbewahrscheinlichkeiten, dann kann in der Krankenversicherung nicht einfach die Leistung gekürzt werden, sondern es werden die Beiträge so weit angehoben, dass die Kostenkalkulation wieder passt.

Das würde aber in der Lebensversicherung so niemals stattfinden können.

Durch die Festlegung, dass in Altersvorsorge der Rechnungszins gilt, welcher einem Vertrag bei Abschluss zu Grunde gelegt wurde, sind in den vergangenen Jahren einige Lebensversicherer in echte Schieflage geraten. Es gab einmal eine Zeit, als 4 % noch garantiert werden mussten. Und damals haben viele Leute diese Verträge abgeschlossen. Heute ist es aber kaum noch möglich, 4 % mit sicheren Kapitalanlagen zu erwirtschaften.

Mehr Informationen über Rechnungsgrundlagen erhalten Sie auf der Wikipedia-Seite.

Lebensversicherung

Was ist eine Lebensversicherung?

accounting-761599_640In Deutschland ist die Lebensversicherung sehr beliebt. Sie ist sogar die beliebteste Versicherung der Deutschen. Auf der anderen Seite wissen viele Personen nicht, was eine Lebensversicherung beinhaltet. Das liegt zu einem sehr großen Teil daran, dass Versicherungen in der Regel verklausuliert präsentiert werden und Laien an sich selten eine Chance bekommen, so ein Produkt anschaulich erklärt zu bekommen. Das soll sich mit diesem Text ändern. In ihm werden die Grundzüge einer Lebensversicherungen auf einfache Weise erklärt.

Finanzielle Risiken im Alter sollen minimiert werden

Was ist eine Lebensversicherung? Bei einer Lebensversicherung geht es im Grunde genommen um zwei Dinge. Zunächst geht es bei einer Lebensversicherung darum, dass finanzielle Risiken im Alter durch die Lebensversicherung aufgefangen werden. Demnach können vor allem finanziell schlechter gestellte Personen von einer Lebensversicherung profitieren. Auf der anderen Seite soll eine Lebensversicherung dazu dienen, dass bei einer Behinderung oder dem Tod entweder der Nachlass finanziell abgesichert ist oder ab der Versicherte selbst, wenn er zum Beispiel durch einen Umfall querschnittsgelähmt wird.

Der wirtschaftliche Schaden ist höher als die Summe der Lebensversicherung – Was passiert dann?
Bei einer Lebensversicherung geht es eigentlich darum, dass eine Person individuell abgesichert wird. Wie eben erwähnt wurde, kann aber auch der Nachlass des Versicherten sozusagen „profitieren“. Das würde zum Beispiel passieren, wenn der Versicherte stirbt. Auf der anderen Seite bekommt der Versicherte die Lebensversicherung ausbezahlt, wenn er ein bestimmtes Datum erlebt, was vorher festgelegt wurde und den sogenannten Erlebensfall darstellt.

Bei einer Lebensversicherung wird ein Betrag errechnet, den der Versicherte beziehungsweise sein Nachlass, money-1339295_640zugesprochen bekommen soll. Zwar soll dieser Betrag die wirtschaftlichen Risiken auffangen. Es kann natürlich aber auch sein, dass der wirtschaftliche Schaden viel höher ist, als die Summe der Lebensversicherung. Nun, in diesem Fall hat der Versicherte Pech gehabt. Er wird nur die Summe bekommen, die ihm vertraglich zugesprochen wurde.

Sehen Sie sich auch die anderen Beiträge an

Das waren die Grundzüge der Lebensversicherungen. Im Grunde genommen ist sie ziemlich unkompliziert, aber das haben einige Kommunikatoren anscheinend nicht ganz begriffen. Wenn Sie sich für weiterhin für eine Lebensversicherung interessieren, dann empfehlen wir Ihnen die folgenden zwei Beiträge. Im ersten werden die unterschiedlichen Arten der Lebensversicherungen besprochen und im letzten Artikel geht es um die Frage, ob sich eine Lebensversicherung überhaupt noch lohnt.

Weiterführende Links zum Thema

Wikipedia-Seite: https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensversicherung_(Deutschland)

Informationen des Bundesministeriums: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2014-05-28-Lebensversicherung.html 

Arten

Diese Lebensversicherungen gibt es

calculator-385506_640In diesem Text geht es um die verschiedenen Arten der Lebensversicherungen. Denn eine Lebensversicherung ist nicht gleich eine Lebensversicherung. Viel mehr gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Arten und Sie sollten sich vorab gut überlegen, welche Art der Lebensversicherung Sie benötigen. Übrigens, bei den Unterschieden ist der Versicherungsfall der entscheidende Faktor. Folglich gibt es Unterschiede wann ein Versicherung ausbezahlt wird.

Erbfallversicherung

Zunächst ist da die Erbfallversicherung. Bei der Erbfallversicherung geht es um die Frage, wann der Versicherte stirbt. Ab dann wird die Versicherungssumme ausbezahlt. Aber erst dann! Nebenbei erwähnt wird diese Art der Versicherung leider oft vor Gericht verhandelt, wenn eine versicherte Person stirbt und die Verwandten finanzielle Sorgen haben und sich erhoffen, diese durch die Versicherungssumme ausgleichen zu können. Bei der Erbfallversicherung muss außerdem erwähnt werden, dass es sie nur als Rentenversicherung gibt. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie sich über sie beraten lassen.

Aussteuerversicherung

Die zweite Art der Lebensversicherung ist die Aussteuerversicherung. Das Wort Aussteuer wird bekanntlich gerne verwendet, wenn eine Person das Haus der Eltern verlässt und dort dann ein paar Dinge mitbekommt. Zum Beispiel Geschirr, Besteck, Gläser etc. Im Kontext der Lebensversicherung bedeutet sie aber, dass die Versicherungssumme ausbezahlt wird, wenn der Versicherte heiratet.Üblicherweise ist die Versicherungssumme bei der Aussteuerversicherung nicht so hoch, als bei einer gewöhnlichen Lebensversicherung, da sie eine kürzere Laufzeit hat, die einen Einfluss auf die Höhe der Versicherungssumme hat.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine sehr beliebte Versicherung ist die Berufsunfähihgkeitsversicherung. Bei ihr kommt es zum Versicherungsfall, home-1353389_640wenn eine Person nicht mehr in der Lage ist ihren Beruf auszuüben. Wenn Sie zum Beispiel ein Restaurant leiten und Arthrose haben, dann werden Sie eventuell Ihren Beruf bald nicht mehr ausüben können und in dem Fall könnten Sie von einer Berufsunfähigkeitsversicherung profitieren.

Erlebensfallversicherung

Letztlich gibt es noch die Erlebensfallversicherung. Dabei kommt es zum Versicherungsfall wenn eine Person ein bestimmtes Datum erlebt. Dieses Datum wird vorher festgesetzt und makiert sozusagen den Moment an dem die Versicherungssumme ausbezahlt wird.